Spezialgeräte

RoScan

Gerätegruppe: Gammascanner


Der RoScan Gammascanner wurde gemeinsam vom Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e. V. (VKTA) und der GBS Elektronik GmbH entwickelt, um radioaktiv kontaminierte Räume oder Objekte auszumessen. Mit dem RoScan ist es weiterhin möglich, radioaktive Leckagen in Tanks und Rohrleitungen zu lokalisieren. Der RoScan nimmt mit einer Digitalkamera ein Bild auf und misst danach punktweise mit einem kollimierten Detektor einzelne Gammaspektren. Die Strahlungsintensität wird als Farbinformation mit dem aufgenommenen Bild überlagert und visualisiert.



Hardware

Der RoScan Gammascanner besteht aus zwei Einheiten, dem Messkopf und einer tragbaren Bedieneinheit. Beide Komponenten können durch ein bis zu 100m langes Kabel miteinander verbunden werden.
Die Energieversorgung des Gesamtsystems erfolgt aus dem 230 V~ Netz. Somit ist lediglich ein einziges, hermetisch abgedichtetes Kabel, welches leicht zu säubern ist, an den Messkopf anzuschließen.

Der Messkopf besteht aus einem massiven Gehäuse, welches den mechanischen Antrieb, eine Kamera, den kollimierten Detektor, einen MCA-527, einen Laserpointer sowie die Steuerelektronik beinhaltet.
Die Kamera arbeitet mit einer Auflösung von 640×480 Bildpunkten. Als Detektor findet ein SC2525(CsI) oder ein CZT500(CdZnTe) Verwendung. Je nach geforderter Ortsauflösung oder Empfindlichkeit können auch andere Detektoren verwendet werden. Dazu ist lediglich der Kollimator an die Detektorgeometrie anzupassen. Der integrierte Laserpointer ist sehr hilfreich beim Auffinden der kontaminierten Stellen.

In der Bedieneinheit sind ein Laptop zur Steuerung des Messkopfes, die Stromversorgung für den Laptop und Messkopf, sowie eine Kommunikationseinheit integriert. Durch die Integration all dieser Komponenten in einem Gehäuse müssen extern lediglich zwei Kabel angeschlossen werden - das Stromversorgungskabel (230 V~) sowie das Steuerkabel für den Messkopf. Die Montage des Laptops ist mit nahezu jedem Modell mit USB-Anschluss problemlos durchführbar.

Software

Alle Funktionen des Messkopfes, einschließlich des integrierten MCA-527 sowie die Kamera, lassen sich mit dem Programm RoScan steuern. Das Programm gibt dem Anwender  außerdem zahlreiche Möglichkeiten für Auswertungs- und Automatisierungsmöglichkeiten. So können zum Beispiel Reporte generiert und abgespeichert werden. Weiterhin können die Evaluierungsprogramme Identify und MCAPrint für den MCA-527 für die Auswertung und Aufbereitung der Messdaten verwendet werden. Mit RoScan kann man per Maus auf einen beliebigen Bildpunkt im Kamerafenster klicken und im Hauptfenster wird das dazugehörige Spektrum angezeigt.


Technische Daten

Allgemein

Versorgungsspannung 230 V~, 50/60 Hz

Leistungsaufnahme 20W(max.)

Kommunikation Ethernet, 100MBit/s

max. Entfernung 100m (Spezialkabel, dekontaminierbar)

Mechanische Eigenschaften

Gewicht Steuereinheit (mit Laptop) ca.11kg

Gewicht Messeinheit (ohne Kollimator) ca.20kg

Gewicht Kabelwagen (50 m) ca.10kg

Abmessungen der Messeinheit 415 x 415 x 290mm (ohne Kollimator)

Abmessungen der Steuereinheit 180 x 590 x 308mm

Raumerfassung

Kamerawinkel 54.4° x  40.8°

max. Drehbereich horizontal 420°

max. Drehbereich vertikal 270°

Horizontale Drehgeschwindigkeit 13.1°/s (max.)

Vertikale Drehgeschwindigkeit 16°/s (max.)

Messdauer (16×12 Messpunkte, 5s pro Messpunkt) ca. 30 min

Umweltbedingungen

Temperaturbereich 0 - 50°C

Luftfeuchtigkeit <90% (nicht kondensierend)

Schutzgrad (Koffer und Messeinheit) IP42

Kollimator CZT500

Gewicht 7kg

Öffnungswinkel

Bleidicke 38mm

Messbereich ca.30keV - 2MeV

Spektroskopische Auflösung bei 662keV  <30keV (< 18 keV bei CZT500S)

Kollimator SC2525

Gewicht 12kg

Öffnungswinkel

Bleidicke 38 mm

Messbereich ca. 100keV – 3MeV

Spektroskopische Auflösung ca. 60 keV bei 662keV

Downloads für RoScan

PDF Datenblatt RoScan englisch


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Referenzen der GBS Elektronik GmbH

Forschungszentrum Dresden-Rossendorf | TU Berlin | Universität Frankfurt | Gesellschaft für Schwerionenforschung, Darmstadt | Universität Augsburg | Institut für Oberflächenmodifizierung, Leipzig | Forschungszentrum Jülich | Europäische Kommission, Luxemburg | Institute for Reference Materials and Measurements, Geel, Belgien | Joint Research Centre Ispra, Italien | Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais, Brasilien | CNEA, Argentinien | National Accelerator Center, Kapstadt, Südafrika | Samsung, Süd Korea | University Sydney, Australien